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Der Pygmalion-Effekt und wie er sich auch auf die Arbeitswelt auswirkt


In den Sechzigerjahren führten die Untersuchungen von Robert Rosenthal und Leonore Jacobson zu einer Sensation – sie erforschten den sogenannten Pygmalion-Effekt, Rosenthal-Effekt oder auch Versuchsleiter-Erwartungseffekt genannt.

Sie begannen ihr Experiment 1966 mit Grundschulkindern. Rosenthal und Jacobson teilten den Lehrkräften zu Beginn des Schuljahres mit, dass sich einige ausgewählte Kinder im Verlauf des Jahres intellektuell hervorragend entwickeln würden. Genau diese These bestätigte sich dann in einem Intelligenztest ein Jahr später. Die Kinder hatten bessere Ergebnisse erzielt als noch zu Beginn des Jahres.


Besonders in unteren Schulklassen funktioniert der Pygmalion-Effekt optimal. Die Videoanalysen von Chaiken et al zeigen, dass Schülerinnen und Schüler, die als intelligent gelten, mehr angelächelt werden, öfters gelobt werden und der Blickkontakt sich von als weniger intelligent geltenden Kindern unterscheidet. Diese Verhaltensweise von Lehrern geschieht zwar meist unbewusst, beeinflusst dennoch die Leistungen der einzelnen Schüler.

„Man wird, wie man gesehen wird“

Der eben beschriebene Pygmalion-Effekt findet sich aber nicht nur im Umfeld Schule wieder, sondern betrifft auch unseren Alltag und die Arbeitswelt. Er kann sowohl zu positiven als auch negativen Ergebnissen führen, wie die folgenden Beispiele zeigen:


Tägliche Führung

Führungskräfte, die Ziele vorgeben, eine inklusive Arbeitskultur fördern und tragfähige Anforderungen schaffen erzeugen automatisch Nähe und Akzeptanz bei den Mitarbeitern


Personalauswahl

Oft reicht eine einzige Personen-Recherche im Netz und schon wird das Fundament für eine sich selbst erfüllende Vorhersage gelegt. Vorinformationen von Personen können die Wahrnehmung der Kompetenzen und Qualifikationen verzerren. Dadurch wird ein/e Kandidat/in schlechter oder besser beurteilt


Personalbeurteilung

Die bildliche Wahrnehmung löst entsprechendes Verhalten aus und beeinflusst die objektive Beurteilung, ob man dies möchte oder nicht


Personalentwicklung

Hohe oder geringe Anforderungen an neue Mitarbeiter/innen können zu unterschiedlich schnellen Karriereschritten führen

Die Rolle der Arbeitnehmer


Hier spielt die eigene Einschätzung der Leistung eine große Rolle. Arbeitnehmer, die lediglich darauf hoffen, eine Aufgabe zufriedenstellend erledigen zu können, wirken oft weniger motiviert, als jemand, der sich seiner Sache sicher ist. So verblasst man hinter dem, der motiviert an die Aufgabe herangeht. Positive Energie führt zu mehr Selbstvertrauen und dadurch auch zu einer anderen Kommunikation nach außen. Je positiver Ihre Grundeinstellung ist, desto größer ist das Vertrauen des Chefs und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, schneller befördert zu werden.

Die Beobachtungsgabe des Arbeitgebers

Bei Arbeitgebern kann der Pygmalion-Effekt ganz unterschiedliche Folgen haben. Im Zusammenhang mit Mitarbeiterbewertungen, Beobachtungsfehlern oder auch Beurteilungsfehlern kann dieser beinahe gefährlich werden und weitreichende Konsequenzen haben. Hierbei hilft es, das Wissen über den Effekt zu nutzen, um jeden Mitarbeiter gezielt beurteilen zu können und individuell zu fördern. Für die Beurteilung ist es wichtig, möglichst neutral an die Einschätzungen heranzugehen, um Verzerrungen der Wahrnehmung zu vermeiden.

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